Passfahrt: San Bernardinopass
| Höhe | 2066m ü. M. |
| Land | CH |
| Startort | San Bernardino (GR) |
| Zielort | Hinterrhein (GR) |
| aktuell | 17.9 °C / teilweise bewölkt |
| Pass-Status | Offen |
| Orakel für Mittagszeit |
So, 16.08.17.8 °Cbedeckt Mo, 17.08.13.0 °Cbedeckt Di, 18.08.12.5 °Cbedeckt |
- Höhe: 2.066 m ü. M.
- Lage: Kanton Graubünden, zwischen Hinterrhein und Mesocco
- Italienischer Name: Passo del San Bernardino
- Verbindung: Rheinwald im Norden mit dem Misox im Süden
- Passstrasse: Teil der historischen Nord-Süd-Verbindung durch die Alpen
- Besonderheit: Alternative zur Autobahn A13 und zum San-Bernardino-Tunnel
Der San-Bernardino-Pass führt durch eine eindrucksvolle Hochgebirgslandschaft im Herzen Graubündens. Die Passregion zeichnet sich durch weitläufige Moorlandschaften, klare Bergseen, Granitformationen und eine vergleichsweise sanfte Hochgebirgstopografie aus. Im Gegensatz zu vielen anderen Alpenpässen wirkt die Passhöhe offen und weitläufig.
Besonders prägend sind der Lago Moesola und die zahlreichen kleinen Bergseen rund um die Passhöhe. Die Landschaft wird von alpinen Wiesen, Felsformationen und den Gipfeln der Adula-Alpen eingerahmt. Im Sommer blühen weite Flächen mit Alpenflora, während die Region im Herbst mit intensiven Farben beeindruckt.
Der San-Bernardino-Pass ist ein beliebtes Ziel für Motorradfahrer, Autofahrer, Radfahrer und Wanderer. Die kurvenreiche Strecke verbindet deutschsprachige und italienischsprachige Regionen der Schweiz und bietet abwechslungsreiche Landschaften auf beiden Passseiten.
Zahlreiche Wanderwege führen zu Bergseen, Aussichtspunkten und umliegenden Gipfeln. Auch Rennradfahrer schätzen den Pass wegen seiner gleichmässigen Steigungen und der beeindruckenden Alpenkulisse. Für Motorradfahrer zählt die Strecke zu den schönsten Nord-Süd-Routen Graubündens und wird oft mit Splügenpass, Julierpass oder Lukmanierpass kombiniert.
Der San-Bernardino-Pass gehört zu den historisch bedeutenden Alpenübergängen der Schweiz. Bereits im Mittelalter wurde die Route für Handel und Reiseverkehr genutzt. Seinen Namen erhielt der Pass von einem Hospiz, das im 15. Jahrhundert zu Ehren des heiligen Bernhardin von Siena errichtet wurde.
Mit dem Ausbau der Verkehrswege gewann der Übergang zunehmend an Bedeutung. Im Jahr 1967 wurde der San-Bernardino-Strassentunnel eröffnet, wodurch eine ganzjährig befahrbare Verbindung zwischen Nord- und Südschweiz entstand. Die historische Passstrasse blieb jedoch erhalten und entwickelte sich zu einer beliebten Panoramaroute.
Eine Besonderheit des San-Bernardino-Passes ist der Wechsel zwischen den Sprach- und Kulturräumen der Schweiz. Auf der Nordseite dominiert das deutschsprachige Graubünden, während auf der Südseite das italienisch geprägte Misox beginnt.
Die Passhöhe zeichnet sich durch ihre weitläufige Moor- und Seenlandschaft aus, die sich deutlich von den oft engen und felsigen Passübergängen anderer Alpenstrassen unterscheidet. Zudem verläuft parallel die wichtige Nord-Süd-Achse der Autobahn A13, wodurch Besucher zwischen schneller Tunnelverbindung und landschaftlich reizvoller Passfahrt wählen können.